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Wir Zwei
Guido und ich sind ein oekumenisches Team. Er ist katholisch und ich, wie schon gesagt, evangelisch. Uns beiden ist wichtig: Wir wollen mehr als Touristik, wir wollen auch die christliche Komponente pflegen. Deswegen nennen wir uns „Christliche Kulturreisen“. Nach der Pensionierung konnte ich den Talar nicht einfach an den Nagel hängen und sagen: Das war es. Nein, ich möchte weiterhin auf den Reisen mit den Reisegästen ein Lied anstimmen, gemeinsam einen Psalm sprechen, sonntags oder auch an anderen Tagen an schönen Stellen einen kleinen Gottesdienst feiern zur Ehre Gottes und in Dankbarkeit für das geschenkte Leben. Ich möchte im Gespräch sein mit Menschen von heute, die mit uns fragen: Leben, was ist das? Gerade in der Urlaubsstimmung gibt es auf unzähligen Reisen gute Gespräche über den Sinn des Lebens. Viele klagen über den Druck, dem sie im Leben ausgesetzt sind. Wie wohltuend ist ein gutes Gespräch über Sinn und Unsinn im Leben, über das, was Hauptsache und Nebensache im Leben ist. Wer ist der HERR in meinem Leben? Das Geld, die Zwänge in Beruf und Familie? Oder Jesus Christus, der uns befreit zu der „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“? Auf den Reisen wird diese Seite nie übertrieben. Es gibt da keine kitschige Frömmigkeit oder übertriebenes Gehabe. Auch Menschen, die nicht glauben können, fühlen sich bei uns wohl und werden nicht in die Zange genommen. Das andere Wort „Kultur“ wird auch ernst genommen, nämlich in der Vielfalt der Bedeutung. Die Kulturräume, die wir bereisen, möchten wir auch erschließen und einbetten in die großen Zusammenhänge der Kosmologie und der Anthropologie. Das kann spannend werden. Aber auch hier gilt es, Maß zu halten; denn wir haben ja auch Ferien, wollen uns erholen an Geist, Leib und Seele. Dazu gehört dann auch dieses: Wir verstehen es, fröhliche Feste zu feiern. Schon im Bus gibt es gute Stimmung. Dieses Programm bedeutet: Wir beide begleiten die großen Reisen, die kleinen begleite ich allein. Wenn es nötig ist, kommen Fachkräfte vor Ort hinzu, Spezialisten, die das bringen müssen, was wir nicht können. Wenn die Kräfte reichen, gibt es vor und nach jeder Reise Vorbereitungsseminare und Erinnerungstreffen. Und während der Reise wird „Gemeinschaft“ ganz groß geschrieben; denn es sollte auch solch einer Reise niemand einsam sein. Auch dieses ist uns wichtig: Bei unseren Reisen fühlen sich alle Berufsgruppen wohl! Es wurde nötig eine „KG“ zu gründen, damit wir über die Berufsgenossenschaft gut versichert sind. Für die Gäste sind die sogenannten „Sicherungsscheine“ wichtig. Wir stehen im Handelsregister, haben eine Steuernummer (Guido übernimmt den ganzen Buchungsbereich). Wir sind damit auch Geschäftspartner für Reiseveranstalter, mit denen wir zusammenarbeiten müssen, und zwar weltweit, wenn es bei Weltreisen nötig ist. Das heißt nicht, dass wir jetzt „teurer“ werden, sondern eher günstiger, weil wir besser an die Nettopreise herankommen können. Ferner gehören wir zu einem Verbund, der einander Gäste vermittelt; denn es ist heute schwer, einen Bus zu füllen. Guido Brauer ist der Komplementär und ich Kommanditist. So gehört sich das in einer richtigen „KG“, aber in erster Linie sind wir Freunde, die Freude daran haben, gute Reisen auszuarbeiten und durchzuführen. Viele, die uns kennen, wissen davon, dass wir bemüht sind, die genannten Ziel zu verwirklichen. Viele klappt gut. Manchmal geht was daneben. Aber dann pflegen wir einen guten Ton miteinander und mit den Gästen, um die Probleme gemeinsam zu lösen. |



“Wir Zwei“, dass sind Guido Brauer und Horst-Dieter Beck. Guido ist Reisekaufmann. Er besitzt in Rheine das